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Lissandra Die Legende der Wächter im Eis
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Freljord Tip

Kurzgeschichte

Die Legende der Wächter im Eis

Von Laurie Goulding

Von all den Geschichten des alten Freljords, die irgendwie bis in das moderne Zeitalter überdauert haben, lässt eine – und nur eine – selbst dem zähesten Eisgeborenen das Blut in den Adern gefrieren.


Geschichte Bearbeiten

Von all den Geschichten des alten Freljord Tip Freljords, die irgendwie bis in das moderne Zeitalter überdauert haben, lässt eine – und nur eine – selbst dem zähesten Eisgeborenen das Blut in den Adern gefrieren.

Die Frostwächter Tip Frostwächter erzählen sie nicht. Viele von ihnen kennen nicht einmal die ganze Geschichte.

Auf Erlass der Eishexe Lissandra Standard Lissandra Sq Lissandra selbst wird es als Ketzerei gegen den wahren Glauben angesehen, diese verbotene Legende zu verbreiten. Wer sie laut ausspricht, wird mit dem Tode bestraft. In all den riesigen Bibliotheken der Frostwächter-Zitadelle gibt es nur noch eine schriftliche Überlieferung – und die wurde von ihrem vertrauenswürdigsten Schreiber vor vielen Tausenden von Jahren verfasst. Nur wenige Personen in ganz Runeterra kennen die Wahrheit hinter der Legende und Lissandra kann jene, die selbst dabei waren und ihr widersprechen könnten, an einer Hand abzählen …

In den letzten, dunklen Tagen des Krieges der drei Schwestern ließen Avarosa und Serylda ihre Krieger in die Berge marschieren, um sich Lissandra vor den Mauern ihrer eigenen Festung zu stellen. Sie wollten den fremden Meistern nicht dienen, denen Lissandra sich verschrieben hatte. Sie wollten diesem Treiben ein Ende setzen.

Die Eishexe deutete auf die Armeen, die sie anführten; die große Allianz, die diese wilden Länder endlich unterworfen hatte. Die sterblichen Eisgeborenen waren immun gegen die Kälte des Winters. Die Trollkönige hatten die Tundra durchstreift und auf ihren Eroberungszügen große Reichtümer angehäuft. Selbst die so wundervollen wie schrecklichen Unheilsschreiter, deren ursprüngliche Gestalt kaum mehr zu erkennen war, folgten jetzt den Befehlen der Drei.

All das war nur dank des Handels möglich, den sie mit den Meistern der Unterwelt eingegangen war – den Wesen, die sie als Wächter kannte. Und Lissandra wurde nicht müde, ihre Schwestern daran zu erinnern. Die Wächter hatten ihr die urtümlichen Geheimnisse der Welt enthüllt. Die Wächter würden den letzten Sieg erringen.

Und damals, auf dem Höhepunkt der bitteren Auseinandersetzung, kamen die Wächter schließlich nach Runeterra.

Der Boden spaltete sich und riss Tausende von Kriegern in den Abgrund, bevor sich das erste der grauenvollen Wesen hinaufstemmte. Die materielle Welt mit ihren fremdartigen Konzepten wie Gestalt und Beständigkeit irritierte das Wesen und so bäumte es sich gegen sie auf. Es verwandelte sich willkürlich auf abscheuliche Art, ihm wuchsen Hörner und Fell, und aus seiner riesigen tentakelähnlichen Extremität wurden gelenkige humanoide Arme mit Fingern, die sich in den nackten Fels der Berghänge krallten. Und noch schlimmer: Andere Wächter folgten dem Wesen auf dem Fuße und durchliefen selbst auch schreckliche Veränderungen.

Man könnte jetzt vermuten, dass es eine Schlacht gab und dass die Eisgeborenen unter der Führung von Avarosa und Serylda die Dunkelheit zurückschlugen. In Wahrheit setzte jedoch Lissandra allem ein Ende. Sie hatte erkannt, was diese Scheusale wirklich waren, und wusste, was zu tun war.

Sie nutzte die gesamte uralte Magie in ihrem Umkreis, darunter auch die Reserven ihrer Verbündeten, und opferte alles, um den Riss zwischen den Welten mit wahrem Eis zu versiegeln und die Wächter in einem frostigen Grab einzusperren. Der heulende Wind ließ riesige Eiswolken über der Schlucht aufsteigen und all die sterblichen Krieger, die entkommen konnten, erlagen dem Wahnsinn. Was sie erlebt hatten, war zu viel für sie.

Dies ist nicht nur die einzige Legende, die berichtet, wie Lissandra die Welt vor der Zerstörung bewahrte. Sie ist auch der einzige Augenzeugenbericht über das Martyrium von Avarosa und Serylda.

Mögen die Drei all jenen, die dieses Schriftstück lesen, gnädig sein.

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